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Augendiagnose (Hilfsdiagnose)

Die Augendiagnose ist eine Grob- und Hinweisdiagnose. Man sieht reflektorisch einen Teil des Körpers, ohne dass Bindegewebe die Sicht versperrt. In der Schulmedizin wird am Auge immerhin Hochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselerkrankungen, grüner und grauer Star erkannt. Der "Altersring" ist bekannt.

Dr. Pezely, ein ungarischer Arzt, hatte um 1860 bei Erkrankungen des Körpers auch Veränderungen auf Sklera, Iris und Pupille entdeckt. Empirisch zeichnete er bei jedem Kranken die Veränderungen ein und nach einigen Jahren stellte er fest, dass Erkrankungen in allen Organbereichen sich im Auge immer an den gleichen Stellen zeigten.

So entstand zum ersten Male eine Topographie der Iris. Im Laufe von Jahrzehnten wurde die Topografie immer weiter komplettiert.

Heute kann man mit einem modernen Mikroskop aufgrund von Strukturen des Stromas, Verfärbungen von Sklera und Iris, Formveränderungen der Pupille und anderen Dingen mehr Hinweise auf mögliche Erkrankungen erkennen. Es erleichtert die Diagnosefindung, weil man gezielter suchen kann.

Nach meiner Erfahrung sind ungefähr 1500 Stunden des Studiums am Patienten notwendig um diese Hilfsdiagnose auch nutzen zu können. Erst wenn man die Grenzen der Augendiagnose kennt, kann man gezielt damit arbeiten. Tumore im weichen Bindegewebe, Fibromyalgien* u.a.m sind gar nicht sichtbar.

In meiner Praxis wird die Augendiagnose konsequent durchgeführt und hat sich über die vielen Praxisjahre bewährt. Diese Diagnoseform wird mit positiven Erfahrungen angewendet, obgleich sie in der Schulmedizin umstritten ist. Nachteilig ist der hohe Investitionsbedarf für ein Mikroskop und die lange Einarbeitungszeit, bei der viele Therapeuten aufgeben.

*Übrigens, die "Fibromyalgie" kann nicht mit wissenschaftlichem Nachweis ermittelt werden, ist aber doch seit 1990 als eigenständige Krankheit wissenschaftlich anerkannt worden.